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Zwischenbericht 1. Quartal 2010

Büdingen, den 14.05.2010:

Veranstaltungsmarkt scheint sich zu fangen

In unserem letzten Quartalsbericht vom November 2009 äußerten wir im Hinblick auf unsere weiteren Erwartungen, dass wir für unseren Veranstaltungsmarkt absehbar eine Stabilisierung und Bodenbildung bei der negativen Nachfrageentwicklung sehen. Mit Vorlage unserer wirtschaftlichen Kennzahlen zum 1. Quartal 2010 können wir die damals geäußerten Erwartungen im Wesentlichen bestätigen. Fast stellt sich das wirtschaftliche Umfeld für uns eher noch etwas positiver als erwartet dar, so dass man derzeit vielleicht sogar von einer leichten Belebung sprechen kann.

Ende letzten und Anfang diesen Jahres nahm im Vermietbereich die Zahl der seriösen und substantiellen Anfragen für Eventprojekte zu. Auch unsere Liefervereinbarung für den VIP-Bereich der Formel I konnte erfolgreich verlängert werden. Traditionell ist der fakturierte Vermietumsatz in unserem Geschäft im ersten Quartal eines Jahres jedoch eher niedrig, und auch der sehr kalte Winter hatte einen eher dämpfenden Einfluss auf die Anzahl der im Quartal umgesetzten Projekte. Deutlich lebhafter entwickelte sich der Absatz im Verkauf und hier insbesondere in dem im Vorjahr schwachen Segment des Exportes. Auch hier scheint eine aufhellende Nachfrage und ein aus Exporteurssicht erfreulicher Wertverlust des Euro nach unten die Investitionsbereitschaft der Kaufkunden im Ausland zu heben.

Über alles stieg der Umsatz des Konzerns in den ersten drei Monaten von 6,9 Mio. EUR im Vorjahr auf nunmehr 7,6 Mio. EUR. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von gut 10%. Zu dieser Umsatzsteigerung konnten nahezu alle Gesellschaften beitragen, lediglich in Italien ist bislang weiterhin kaum Nachfrage spürbar. Insgesamt ist derzeit aber für unseren Markt weiterhin ein sehr starker Preiswettbewerb charakteristisch. Gering ausgelastete Wettbewerber versuchen zur Bedienung ihrer Finanzverpflichtungen Projekte und Kunden um jeden Preis zu akquirieren.

Die positive Umsatzentwicklung schlägt sich auch in einem verbesserten Rohgewinn nieder. Dieser erhöhte sich von 4,2 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR. Die Rohgewinnmarge fiel mit 54% im ersten Quartal ebenfalls leicht besser aus als im Quartal des Vorjahres (52%). Die Personalkosten lagen mit 2,7 Mio. EUR nur geringfügig unterhalb des Vorjahres. Wie bereits mehrfach berichtet, beschäftigt RÖDER zur Erhaltung der Kostenflexibilität in größerem Umfang Subunternehmer und Zeitarbeiter, deren Kosten nicht im Personalaufwand erfasst sind. Mit insgesamt 469 Mitarbeitern beschäftigt RÖDER im ersten Quartal dieses Jahres 19 Personen mehr als zum Vorjahresstichtag. Diese Erhöhung entfällt vollständig auf die chinesische Tochtergesellschaft, die eine hohe Auslastung im Vermietbereich zu bewältigen hat.

Dem Nachfragerückgang des vergangenen Jahres waren wir insbesondere mit einer konsequenten Investitionszurückhaltung begegnet. Dies stützte nicht nur in erheblichem Maße den Cashflow, sondern sorgt auch im ersten Quartal 2010 für einen Rückgang der Abschreibungen um fast 11% auf 1,5 Mio. EUR. Wesentliche Reduzierungen ergaben sich im ersten Quartal 2010 bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Sie sanken um fast 20% überwiegend kursbedingt auf nunmehr 1,9 Mio. EUR.

Zusammengefasst führt dies in Summe zu einer erfreulichen Verbesserung des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit. Im Vorjahresvergleich stieg es von -1,5 Mio. EUR auf -0,6 Mio. EUR. Durch die vergleichsweise geringe Zinsbelastung ergibt sich zum 31.03.2010 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von -0,7 Mio. EUR (Vj: -1,6 Mio. EUR).

Den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2010 sehen wir derzeit verhalten optimistisch. Auch im April verbesserte sich die Nachfrage nach Zeltprodukten und Dienstleistungen weiter. Margenbelastend wirkt sich aber weiterhin die scharfe Wettbewerbssituation aus. Hier sehen wir absehbar noch keine Rückkehr zum früheren Preisniveau. Wir werden versuchen, dagegen im Bereich der Beschaffungsmärkte und der Differenzierung als Qualitätsanbieter anzugehen. Für das Jahresende 2010 lässt sich eine solide Prognose nach dem Winterquartal derzeit noch nicht geben. Wir gehen aber davon aus, dass es möglich sein müsste, den Konzernumsatz über die Schwelle von 50 Mio. Euro zu heben sowie die Gewinnsituation im Vorjahresvergleich weiter zu verbessern.


Büdingen, im Mai 2010

RÖDER Zeltsysteme und Service AG

- Der Vorstand -

RÖDER AG Zwischenbericht 1. Quartal 2010



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