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Zwischenbericht 3. Quartal 2010

Büdingen, den 12.11.2010:

RÖDER im Aufwind

Der sich seit Anfang diesen Jahres abzeichnende Trend zur wirtschaftlichen Erholung hat auch im dritten Quartal unsere Erwartungen, insbesondere für Deutschland, übertreffen können. Die Auswirkungen dieses starken konjunkturellen Impulses wirken sich auch erfreulich auf unsere wirtschaftlichen Kennzahlen zum dritten Quartal 2010 aus.

Lebhaft zog die Nachfrage nach Eventdienstleistungen in Deutschland an. Offensichtlich führt hier die rasche wirtschaftliche Erholung in vielen Unternehmen auch dazu, dass wieder großzügigere Budgets für Firmenveranstaltungen zur Verfügung stehen. Der Kaufbedarf an Zelten im Inland war noch ziemlich verhalten, wobei hier angemerkt werden muss, dass dieser auch im Vorjahr für RÖDER nicht stark negativ von der Rezession betroffen war. Erhebliche Zuwächse zeigt bis zum Ablauf des dritten Quartals der Exportverkauf. Auch die Auslandsgesellschaften und die von ihnen bearbeiteten Märkte konnten überdurchschnittlich zulegen. Eine Ausnahme hiervon bildeten Italien und Großbritannien, wo die Rezession noch nicht so überwunden scheint, als dass es hier schon positive Impulse für den Verkauf von Zeltstrukturen gäbe.

Insgesamt stieg der Umsatz des Konzerns in den ersten neun Monaten von 35,9 Mio. EUR auf 43,2 Mio. EUR. Damit konnte über 20% mehr an Waren und Dienstleistungen abgesetzt werden. Auch unsere Planungen wurden leicht übertroffen. Typisch für eine Phase der wirtschaftlichen Erholung ist, dass sich der Vermietumsatz schneller und fundamentaler erholt. Der Verkauf – geprägt durch Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen der Zeltverleiher – hat erfahrungsgemäß einen nachlaufenden Charakter.

Die Rohgewinnmarge konnten wir um rund 1% auf 49,5% steigern. Dies ist insofern bemerkenswert, als dass sich das allgemeine Preisniveau im Markt noch nicht verbessert hat, jedoch die für unser Geschäft wichtigen Rohstoffe und externen Dienstleistungen schon zum Teil signifikante Erhöhungen aufwiesen. Auf Grund der guten Beschäftigung stiegen die Personalkosten nominal um 5,2%, sanken gleichzeitig auf Grund der besseren Auslastungen als Prozentwert von der Gesamtleistung aber um fast 3%. Zum Stichtag beschäftigte RÖDER insgesamt 508 Personen und damit 39 mehr als im Vorjahr. Hierbei handelt es sich meist um Saisonkräfte der chinesischen Beteiligung.

Der verbesserten Mietnachfrage begegneten wir auch mit einer gewissen Lockerung der vorsorglichen Investitionsbremse. Zwar sanken die Abschreibungen um 4% auf 4,6 Mio. EUR, die Nettoinvestitionen stiegen dennoch im Vorjahresvergleich von 2,2 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 6,9 Mio. auf 8 Mio. EUR. Diese Aufwandsposition enthalten bei RÖDER auch in nicht unerheblichem Anteil Aufwendungen mit umsatzvariablem Charakter.

Das Betriebsergebnis des letztjährigen dritten Quartals konnte mit 4,2 Mio. EUR bei einer EBIT Marge von 9,2% mehr als verdreifacht werden. Da auch unsere Finanzierungskosten mit -263 TEUR nochmals leicht rückläufig waren, konnte im Ergebnis vor Steuer mit fast 4 Mio. EUR eine sogar noch größere Steigerung erzielt werden.

Zum Anfang des vierten Quartals haben wir bei RÖDER immer noch eine gegenüber dem vergangenen Jahr gute Auftragslage, die uns optimistisch stimmt, dass wir das uns gesteckte Marktziel von mehr als 50 Mio. EUR Umsatz aus der derzeitigen Sicht sicher erreichen können. Unser zweites Ziel, einen angemessenen Gewinn nach Steuern auszuweisen, sehen wir derzeit als gut erreichbar an, auch wenn erfahrungsgemäß in unserem saisongeprägten Geschäft das kumulierte Ergebnis zum dritten Quartal etwas höher liegt als zum Jahresende.


Büdingen, im November 2010

RÖDER Zeltsysteme und Service AG

- Der Vorstand -

RÖDER AG Zwischenbericht 3. Quartal 2010



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