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Zwischenbericht 1. Quartal 2008

Büdingen, den 15.05.2008:

RÖDER startet geschäftig ins Jahr 2008

Nach dem sehr positiven Jahr 2007 startet RÖDER wiederum sehr geschäftig in das eventstarke neue Jahr. Trotz der weltwirtschaftlichen Turbulenzen, die durch die Subprimekrise international verursacht wurden, ist die auf RÖDER zukommende Nachfrage nach Veranstaltungsdienstleistungen nicht nur ungemindert hoch, sondern nochmals gestiegen. Ohne diese positive Entwicklung relativieren zu wollen, möchten wir es aber auch nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, dass in unserem konjunktursensiblen Markt eine signifikante Verlangsamung des Wirtschaftswachstums oder gar eine Rezession sich mittelfristig auf das Geschäftsvolumen auswirken kann. Derzeit ist dies jedoch nicht absehbar.

Der Umsatz des Konzerns betrug in den ersten drei Monaten 10,2 Mio. EUR. Damit konnte der Vorjahreswert (9,0 Mio. EUR) um 14% übertroffen werden, obwohl bereits das erste Quartal des Vorjahres mit Winterprojekten wie z. B. der Biathlon-WM eine hohe Beschäftigung zeigte. Der größte Anteil des Umsatzzuwachses wurde im Vermietgeschäft erzielt, aber auch der Verkauf trug einen erfreulichen Anteil zur Geschäftsausweitung bei. Bei der regionalen Betrachtung fällt der Inlandsmarkt mit einem überdurchschnittlich positiven Trend auf. Vermutlich auf Grund der weiterhin optimistischen Grundstimmung in Deutschland konnte in unserem Heimatmarkt weitaus mehr als erwartet abgesetzt werden. Die RÖDER Zelt- und Veranstaltungsservice GmbH ist damit maßgeblich für das Umsatzwachstum verantwortlich, die meisten ausländischen Tochtergesellschaften bleiben etwas hinter den Vorjahreswerten zurück.

Mit 5,8 Mio. EUR lag der Rohgewinn geringfügig über dem Vorjahr, die Rohgewinnmarge verschlechterte sich im Vergleichszeitraum von 55% auf 42%. Für den Rückgang der Rohgewinnmarge gibt es mehrere Ursachen. Zum Ersten führt der nachhaltig starke Euro dazu, dass unsere in Deutschland hergestellten Produkte im nicht eurogebundenen Ausland auf Grund der Wettbewerbsituation nicht zu den in den Euro umgerechneten Kursen abgesetzt werden können, sondern gewisse Preiszugeständnisse auf Eurobasis gemacht werden müssen. Zum Zweiten konnten die Preissteigerungen im Bereich Rohmaterial und Energie auch nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Zum Dritten wurden für das Großprojekt Olympische Spiele in Peking kostenmäßig verbuchte Leistungen erbracht, die noch nicht fakturiert sind. Diese Leistungen sind als angefangene Projekte mit ihren Kosten aktiviert, das enthaltene Ergebnis aber noch nicht realisiert. Weiterhin wurde im ersten Quartal ein Großprojekt mit zugemietetem Zeltmaterial ausgeführt, das ohne den Einsatz des eigenen Zeltbestandes zwar einen attraktiven Zusatzgewinn bot, aber eine im Vergleich zu normalen Projekten niedrige Wertschöpfungsquote ausgewiesen hat.

Die Personalkosten entwickelten sich unterproportional und fielen von 24% auf 20% der Gesamtleistung. Durch die Investitionen des Vorjahres und der weiterhin bestehenden sehr hohen Nachfrage nach Zeltdienstleistungen stiegen die Abschreibungen von 1,2 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR.

Zusammenfassend wurde ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von -0,5 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: +0,3 Mio. EUR). In diesem Ergebnis sind saldierte Kursverluste auf Grund der Währungsentwicklung von 725 TEUR enthalten. Bei diesen Kursverlusten handelt es sich überwiegend um nicht realisierte Kursverluste aus Ausleihungen an Tochtergesellschaften, die mit einer eventuell gegenläufigen Kursentwicklung der Zukunft aufgeholt werden können. Das Ergebnis vor Steuer beläuft sich auf -0,6 Mio. EUR (Vorjahr: +0,2 Mio. EUR).

Insbesondere zur Abwicklung des Olympia Auftrages wurde das Personal in China aufgestockt, so dass nunmehr 467 Mitarbeiter in der RÖDER Gruppe beschäftigt sind (Vorjahr 389). Die Bruttoinvestitionen in der Gruppe lagen mit ca. 2,5 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Finanzverbindlichkeiten, einschließend Bankkredite und Gesellschafterdarlehen entwickelten sich um 6% leicht rückläufig auf 11,3 Mio. EUR. Die Investitionen wurden somit aus dem eigenen Cashflow finanziert. Das Eigenkapital stieg um 3,7 Mio. EUR auf nunmehr 33,6 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote lag mit 57% auf gleichem Niveau des ersten Quartals 2007.

Auf Grund der weiterhin sehr starken Nachfrage und eines hohen Auftragsbestandes für die Sommermonate gehen wir von einer positiven Absatzentwicklung aus, die absehbar auch für gute Erträge sorgen wird. Ebenfalls hoffen wir auf eine Beruhigung der Rohstoffmärkte und einer Korrektur des Eurohöhenfluges, da dies den Preisdruck von der exportorientierten Wirtschaft nehmen würde.

Büdingen, im Mai 2008

RÖDER Zeltsysteme und Service AG

- Vorstand -

RÖDER AG Zwischenbericht 1. Quartal 2008



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