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Zwischenbericht 3. Quartal 2008

Büdingen, den 14.11.2008:

RÖDER unbeeindruckt von der Krise

Trotz der extremen Verwerfungen durch die ungebändigten Auswüchse der Finanzkrise und den daraus resultierenden Rezessionstendenzen ist es RÖDER bis zum dritten Quartal gelungen, das Geschäft weiter auszubauen und den Gewinn nochmals zu steigern. Durch die in der Rückschau sehr weitsichtige Umfinanzierung der Verbindlichkeiten auf lange Laufzeiten im September letzten Jahres ergibt sich auch für RÖDER kein Kreditengpass oder eine nennenswerte Verschlechterung der Kreditkonditionen.

Der Umsatz des Konzerns belief sich zum dritten Quartal auf 50 Mio. Euro. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung von fast 5 Mio. Euro beziehungsweise 10%. In dieser Umsatzsteigerung ist der Sonderumsatz anlässlich der Olympischen Spiele in Peking noch nicht enthalten, da zum Ende des Quartals das Projekt noch nicht fakturiert war. Der Ergebnisbeitrag ist entsprechend IFRS enthalten. Neben den Sonderprojekten in Zürich und Bern für die EM-Hospitality erklärt insbesondere eine Vertriebsoffensive in der Eventvermietung in Deutschland und Russland den Umsatzanstieg. Die Gesamtleistung der ersten drei Quartale erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 8,4 Mio. Euro auf 59 Mio. Euro.

Obschon nahezu alle eingekauften Rohstoffe und Leistungen in den letzten zwölf Monaten zum Teil erhebliche Kostensteigerungen verzeichneten, konnte die Rohgewinnmarge von 48% aus dem Vorjahr bislang gehalten werden. Vor dem Hintergrund, dass viele von RÖDER eingekauften Produktionsfaktoren, wie z.B. PVC-Planen, Aluminium und Transporte, ölabhängig bzw. energieträchtig sind und somit besonderem Preisdruck unterlagen, ist auch dies eine besonders hervorzuhebende Organisationsleistung. Durch die höhere Marktleistung stieg der Rohgewinn von 24,3 Mio. Euro auf 28,3 Mio. Euro. Um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden wurden 67 Mitarbeiter neu eingestellt (Stand 30.09.08: 467 Mitarbeiter). Ebenfalls wurde hierzu mit 9,4 Mio. Euro brutto noch einmal kräftig investiert, jedoch lag dieser Wert unter dem des Vorjahres (VJ: 10,5 Mio. Euro).

Die weiteren Kostenpositionen entwickelten sich im Verhältnis zur Gesamtleistung eher leicht unterproportional, so dass im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ein nochmaliger Anstieg auf 9 Mio. Euro (VJ: 7,2 Mio. Euro) verzeichnet werden konnte. Da die Finanzaufwendungen leicht unterhalb des Vorjahres lagen, konnte der operative Ergebnisvorteil auch in das Ergebnis vor Steuer in Höhe von 8,5 Mio. Euro weitergeleitet werden (VJ: 6,7 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben mit 11,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau, was gleichzeitig heißt, dass das Wachstum der Gruppe und die Investitionen im Wesentlichen aus dem Cashflow finanziert werden konnten. Die Eigenkapitalquote lag mit 62% auf einem dem Vorjahr vergleichbaren Niveau (61%). Seit Quartalsende ist die Auftragslage und Auslastung weiterhin positiv, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass die letzten drei Monate eines Kalenderjahres traditionell schwächere Monate in der Zeltindustrie sind. Insofern gehen wir davon aus, dass der Konzernumsatz zum Jahresende um 65 Mio. Euro liegen wird, wir aber keine erheblichen Gewinnbeiträge aus den letzten drei Monaten mehr erwarten.

Obschon das Geschäft von RÖDER bislang von der Finanzkrise wirtschaftlich nicht unmittelbar betroffen ist, weisen wir höchst vorsorglich darauf hin, dass die zukünftigen Auswirkungen der Krise, z.B. in Form von Veranstaltungsabsagen oder Finanzierungsengpässen unserer Kaufkunden, kurzfristig und unwägbar zu Umsatzrückgängen führen können. Wir gehen zumindest davon aus, dass sich die weltweit rezessiven Tendenzen im nächsten Jahr auch dämpfend auf den Eventmarkt auswirken werden.

Büdingen, im November 2008

RÖDER Zeltsysteme und Service AG

- Der Vorstand -

RÖDER AG Zwischenbericht 3. Quartal 2008



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