Zwischenbericht 3. Quartal 2007
Büdingen, 15.11.2007:
RÖDER profitiert von Weltkonjunktur
Die im ablaufenden Jahr starke Inlandskonjunktur und die weiterhin hohen Wachstumsraten der Weltwirtschaft führten in den Absatzmärkten der RÖDER Gruppe zu einem Nachfrageschub. Mit den in den vergangenen Jahren durch starke Investitionen aufgebauten Vermietbeständen konnte RÖDER erfolgreich auf diesen Nachfrageschub reagieren und diesen in eine höhere Absatzleistung und nochmals leicht gesteigerte Erträge umsetzen.
Der Umsatz des Konzerns belief sich zum dritten Quartal auf 45,4 Mio. Euro. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung von 7. Mio. Euro beziehungsweise 18%. Die Umsatzsteigerung ist insofern bemerkenswert, als dass in den Vorjahreszahlen die nicht wiederkehrenden Umsätze aus der Fußball WM in Deutschland enthalten sind. In der Vermietung ist es somit gelungen, diesen Sondereffekt nicht nur zu kompensieren, sondern auch in der Vermietung absolut zu wachsen. Die wesentlichsten Impulse zur Ausweitung der Absatzleistungen kamen in den ersten drei Quartalen jedoch aus dem Verkauf von Zeltstrukturen.
Unter regionalen Gesichtspunkten wurden die erheblichsten Geschäftsausweitungen in den neuen Gesellschaften (Russland, Türkei, China) erzielt, aber auch die Gesellschaften in den Stammmärkten konnten alle zum Umsatzwachstum beitragen. Die Gesamtleistung der ersten drei Quartale erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 11 Mio. Euro auf 50,6 Mio. Euro.
Die höheren Zuwächse im materialintensiveren Verkaufsgeschäft sowie höhere Materialbezugskosten bedingten einen Rückgang der Rohgewinnmarge von 51,4% (Vj) auf 48,1%. Dessen ungeachtet stieg der absolute Rohgewinn aufgrund des hohen Absatzvolumens von 20,3 Mio. EUR (Vj) auf 24,3 Mio. EUR. Der Personalaufwand stieg unterproportional zur Geschäftsentwicklung. Vor dem Hintergrund der im laufenden Jahr und im Vorjahr getätigten Investitionen stiegen die planmäßigen Abschreibungen von 2,9 Mio. EUR auf 4 Mio. EUR. Die Bruttoinvestitionen bis zum dritten Quartal lagen mit 10,5 Mio. EUR nochmals erheblich über denen des Vorjahres (7,1 Mio. EUR) und flossen im Wesentlichen in den Ausbau der jüngeren Beteiligungen und den Vermietbestand in Deutschland.
Den Erfordernissen des Wachstums wurde auch durch die Einstellung weiteren Personals Rechnung getragen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Vorjahresvergleich von 364 auf 400 Mitarbeiter.
Analog zu dem Konzernumsatz stiegen auch die Gewinne. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit stieg um 19% auf 7,2 Mio. EUR (Vj: 6,1 Mio. EUR). Da zur Finanzierung des Wachstums die bestehenden Banklinien in höherem Umfang in Anspruch genommen wurden und die Zinsraten deutlich stiegen, fiel die Steigerung des Ergebnisses vor Steuer von 5,8 Mio. EUR (Vj) auf 6,7 Mio. EUR natürlich geringer aus.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich trotz der Investitionen nur von 9,9 Mio. EUR (Vj) auf 11,2 Mio. EUR. Damit konnte wiederum ein Großteil der expansiven Investitionen aus dem betrieblichen Cash Flow und damit aus Eigenmitteln bestritten werden. Mit Weitsicht wurde vom Vorstand im Spätsommer die Finanzierungsstruktur der RÖDER etwas erweitert und langfristiger ausgerichtet. Mit diesem Schritt wird der durch das Wachstum veränderten Kapitalbindung auf der Aktivseite angemessen und risikopolitisch sinnvoll Rechnung getragen.
Die Eigenkapitalquote lag mit 61% auf einem dem Vorjahr vergleichbaren Niveau (63%). Seit Quartalsende ist die Auftragslage und Auslastung weiterhin positiv, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass die letzten drei Monate eines Kalenderjahres traditionell schwächere Monate in der Zeltindustrie sind. Insofern gehen wir davon aus, dass der Konzernumsatz die 50 Mio. Marke überspringen wird, wir aber keine erheblichen Gewinnbeiträge aus den letzten drei Monaten mehr erwarten.
Büdingen, im November 2007
RÖDER Zeltsysteme und Service AG
- Der Vorstand -