RÖDER kaufen
Augsburg (aktiencheck.de AG)
Philipp Leipold, Analyst von GBC Research, empfiehlt die Aktie von RÖDER (ISIN DE0007066003/ WKN 706600) zu kaufen.
In 2006 sei es RÖDER gelungen, den Umsatz um 13,4% auf 48,0 Mio. Euro zu steigern. Dabei seien knapp 70% der Umsätze im Ausland erwirtschaftet worden. Hier seien vor allem die Töchter in China und Italien positiv hervorzuheben. Aber auch die in 2006 gegründete russische Tochter habe bereits Umsätze im niedrigen einstelligen Mio.-Euro-Bereich erzielt. Auch bei den operativen Ergebniskennzahlen sei 2006 ein Rekordjahr gewesen. Das EBITDA habe gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden können und habe 10,2 Mio. Euro (2005: 8,2 Mio. Euro) betragen. Einerseits hätten sich höhere Entwicklungsleistungen im Zusammenhang mit Zeltstrukturen, die in 2006 mit 3,8 Mio. Euro (Vorjahr 2,2 Mio. Euro) aktiviert worden seien, positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Andererseits seien die sonstigen betrieblichen Erträge mit 1,8 Mio. Euro deutlich niedriger ausgefallen als im Vorjahr (2005: 3,7 Mio. Euro). Zum einen hätten gebrauchte Zeltmaterialien aufgrund der guten Auslastung nicht verkauft werden können und zum anderen sei in 2005 ein Sonderertrag von 0,6 Mio. Euro aus der Auflösung des Athener Olympiakonsortiums angefallen. Da allein im Verlauf des Jahres 2006 über 8 Mio. Euro in die Modernisierung der Zeltbestände und für den Aufbau der ausländischen Standorte investiert worden seien, seien korrespondierend die Abschreibungen angestiegen. Diese seien um über 1 Mio. Euro gestiegen und hätten sich auf 4,1 Mio. Euro (2005: 3,2 Mio. Euro) belaufen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass aufgrund der hohen Investitionen die Abschreibungen im laufenden Jahr weiter steigen würden. Das Vorsteuerergebnis habe bei 5,8 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro) gelegen. Wegen der hohen Verlustvorträge und der Aktivierung von latenten Steuern habe die Steuerquote nur 8,4% betragen, sodass ein Ergebnis pro Aktie (EPS) von 5,56 Euro erzielt worden sei. Im Rahmen einer Zwischenmitteilung habe RÖDER über den Verlauf des ersten Quartals 2007 berichtet. Das hohe Umsatzwachstum habe sich weiter fortgesetzt. Nach den ersten drei Monaten könne RÖDER auf ein Umsatzplus von 17% verweisen. Zudem habe sich die Rohertragsmarge erheblich verbessert. Folglich habe auch das Ergebnis im traditionell schwächeren ersten Quartal überproportional gesteigert werden können. Die Analysten hätten ihre Schätzungen für 2007 und 2008 nach oben revidiert. Für 2007 würden sie einen Umsatzanstieg um 8,6% auf 52,1 Mio. Euro erwarten. Die Wachstumsrate des ersten Quartals sollte wegen fehlender Groß-Events zwar schwierig aufrecht zu erhalten sein. Die Rohertragsmarge sollte aber weiteren Spielraum nach oben haben, da der margenträchtigere Bereich Zeltvermietung in 2007 weiter ausgebaut werde. Das EBITDA würden die Analysten bei 11,6 Mio. Euro (Vorjahr 10,2 Mio. Euro) sehen. Aufgrund steigender Abschreibungen infolge der hohen Investitionstätigkeit und zu zahlender Zinsen liege die Prognose der Analysten für das Vorsteuerergebnis bei 6,1 Mio. Euro. Für 2008 hätten sie einen Zuwachs beim Umsatz von 7,5% unterstellt. Das EBITDA würden sie bei 12,6 Mio. Euro sehen. Die Analysten würden die Perspektiven für RÖDER in den nächsten beiden Jahren als gut einschätzen. Die Internationalisierung sollte weiter vorangetrieben werden, auch Akquisitionen würden sie nicht ausschließen. Das Kursziel sei auf 64,11 Euro angehoben worden.
Die Analysten von GBC Research behalten im aktuellen "Falkenbrief" ihr "kaufen"-Empfehlung für die RÖDER-Aktie bei. (Ausgabe 11 vom 25.05.2007)
(01.06.2007/ac/a/nw) Analyse-Datum: 01.06.2007