Logo

Zum Inhalt springen

RÖDER AG erlebt kräftigen Aufschwung

Kreisanzeiger Büdingen – Veröffentlichung vom Sa. 02.07.2005 Von Michael Giers

Wolferborner Unternehmen wies Jahresumsatz von 36 Millionen Euro aus -

Gestern Hauptversammlung in Offenbach

 

REGION. Die Röder Zeltsysteme und Service AG in Büdingen-Wolferborn hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Der Aktienkurs war mal tief im Keller. Doch seitdem sich das Unternehmen von der Muttergesellschaft plettac trennte, geht es unter der Regie des Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Blasius kräftig bergauf. Die Aktie stieg und stieg. Von 85 Cent im Jahr 2002 auf aktuell 28 Euro.

Insofern kam Freude auf während der gestrigen Hauptversammlung im Offenbacher Scandic-Hotel, wo sich auch viele Kleinaktionäre ein Stelldichein gaben. Rudolf Henrich von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, der kürzlich noch die Firmenräumlichkeiten in Wolferborn aufgesucht hatte, sprach von einer erfreulichen Entwicklung. Seine Klientel sei erleichtert darüber, dass man erstmals mit einer Dividendenausschüttung versehen wurde.

Vorstandschef Rüdiger Blasius, sein Vorstandskollege (Finanzen) Martin Osbeck, Geschäftsführer Jens Brüggemann und Verkaufsleiter Thomas Roman sind die Zugpferde an der Spitze, die den Betrieb seit dem Management-Buy-Out im Jahr 2002 Schritt für Schritt nach vorne brachten. Und zwar so weit, dass Blasius gestern für das Geschäftsjahr 2004 ein Umsatzvolumen von 36 Millionen Euro ausweisen konnte. Das Betriebsergebnis des Konzerns stieg deutlich um 60 Prozent von 2,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 3,9 Millionen Euro. Das Konzerneigenkapital wuchs auf Grund des positiven Jahreser­gebnisses weiter auf 16,7 Millionen Euro.

All dies liegt daran, dass die Röder AG mit ihren Zelten bei Spitzenereignissen zum Zuge kommt. Klasse statt Masse, lautet die Devise. Das wurde etwa bei den Olympischen Sommerspielen in Athen deutlich. Und hat ganz aktuellen Bezug. Beim gerade zu Ende gegangenen Fußball-Confed-Cup wurden die VIP-Gäste neben den Stadien in Röder-Zelten empfangen.

"Das hat prima geklappt. Für das herunterstürzende Regenwasser in der Frankfurter Arena konnten wir nichts. Unsere Zelte dagegen haben gehalten", schmunzelte Röder-Boss Blasius, der den Confed-Cup als Probelauf ansah, weil sein Unternehmen im nächsten Jahr bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland die Zelte stellt.

Auch bei den Finalspielen der Champions-League, zuletzt in Istanbul, stehen Röder-Zelte. Oder in Aachen, beim bestbesetzten Reitturnier der Welt. Im Formel l-Zirkus ist man weiterhin international im Geschäft. Und China lockt. Die Olympiade 2008 in Peking wird zur Röder-Sache. Ebenfalls die Weltausstellung 2010 in Shanghai.

Dies bedingt weltweite Präsenz. Tochtergesellschaften und Vertretungen gibt es in 32 Ländern. Von Argentinien bis Zypern, von USA bis China, von Singapur bis Schweden. Insgesamt sind 245 Mitarbeiter für Röder tätig, 125 am Hauptstandort in Wolferhorn.

Dass die Röder AG gut dasteht, ist deswegen hoch zu bewerten, weil der Event-Markt ansonsten durchaus schwierige Zeiten erlebt. Wo kein Geld vorhanden ist, wird weniger veranstaltet. Ein Hauptkonkurrent von Röder, die Firma De Boer in Recklinghausen, befindet sich zum Beispiel in kräftiger wirtschaftlicher Schieflage.

Auf dem Geldsektor hat Finanzvorstand Martin Osbeck bereits 2004 wichtige Weichen gestellt, als Umfinanzierungen von Bankverbindlichkeiten zu erheblich besseren Konditionen erreicht wurden. Erfreulich sei gewesen, dass zwei der neuen Finanzierungspartner auch die alten waren. Die IKB-Deutsche Industriebank und die Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank (WGZ), schon in schweren Zeiten dabei, zeigten sich auf Grund der soliden Entwicklung bei Röder stark daran interessiert, weitere Engagements einzugehen.

Letztendlich wurde während der Hauptversammlung eine Unternehmensperspektive aufgezeichnet, die Positives verspricht. Und das ist auch wichtig für den Arbeitsplatz-Standort in Büdingen-Wolferborn.

 



Weitere Links & Informationen

Nach oben springen